1. Seien Sie Ihr eigener Chef (Lehrer, Leiter, usw.).
2. Wenn Sie sich um andere kümmern und ihnen
helfen wollen, überlegen Sie, ob es Ihnen nicht im Grunde
um Sie selbst geht, und dann tun Sie etwas für
sich selbst. Bedenken Sie, Hilfe hebt den Helfer hervor und zugleich setzt
sie denjenigen, dem geholfen wird, herab.
3. Vertreten Sie sich selbst: verwenden Sie "ich"
statt "man".
4. Versuchen Sie, anstatt Fragen zu stellen, Aussagen
über sich selbst zu machen.
5. Wenn Sie Informationen brauchen, sagen Sie, warum
Sie fragen und wozu Sie fragen.
6. Versuchen Sie, in Übereinstimmung mit ihren
eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Gefühlen zu handeln und
zu reden, und wählen Sie aus zwischen dem, was Sie für sich behalten
und dem, was Sie anderen mitteilen wollen.
7. Widerstreiten Ihre Wünsche, Gefühle,
Bedürfnisse, legen Sie entweder den Konflikt offen dar, oder entscheiden
Sie sich für sich selbst für eins von beiden.
8. Sprechen Sie statt von anderen von sich selbst
und versuchen Sie, Ihre Sätze folglich mit "ich" statt "du" oder "er,
sie, es" zu beginnen. Halten Sie sich mit Interpretationen von anderen
zurück. Erzählen Sie statt dessen, wie Sie es erleben.
9. Versuchen Sie, statt Verallgemeinerungen eigene
Erfahrungen mitzuteilen.
10. Wenn Sie schon Aussagen über andere oder
Beobachtungen über Personen, Dinge und Sachverhalte außerhalb
Ihrer selbst machen möchten, geben Sie stets den Zusammenhang mit
Ihnen selbst bekannt, soweit er Ihnen verfügbar ist.
11. Achten Sie darauf, wie Sie sich im Hier und Jetzt
darstellen, was Sie denken und fühlen, was Sie dabei erleben.
12. Gefühle sind ebenso wichtig wie Gedanken;
Verhalten sagt ebenso viel aus wie Worte: achten Sie auf die Signale Ihres
Körpers.
13. Versuchen Sie das Wort "können" in Ihrem
Wortschatz durch das Wort "wollen" zu ersetzen und sehen Sie, was passiert.
14. Versuchen Sie das Wort "aber" durch das Wort
"und" zu ersetzen und machen Sie Ihre Erfahrungen damit. (Das Wort "aber"
verneint den vorhergehenden Satz.)
15. Störungen haben Vorrang: wenn Sie etwas
stört, sagen Sie es laut und deutlich: "Dies oder das stört mich".
16. Sowohl negative als auch positive Gefühle
sind erlaubt und sollten nicht zurückgehalten werden. Indem Sie Ihre
Gefühle mitteilen, fördern Sie ein vertrauensvolles Klima, zumal
wenn die dazugehörenden Störungen (z.B. Eifersucht, Langeweile,
Depression, Wut, Unzufriedenheit, usw.) ebenfalls zur Sprache kommen.
17. Sie sollen Ihre Situation nicht nur interpretieren,
sondern auch verändern.
18. Es gibt an sich keine Regeln für Sie, außer
daß Sie niemanden, auch nicht sich selbst körperlich verletzen
und keine Sachen beschädigen, bzw. niemanden, auch nicht sich selbst,
materiell schädigen.
19. Sie sind für Ihre Gefühle verantwortlich.
Sie sind nicht für Gefühle anderer verantwortlich. Andere sind
nicht für Ihre Gefühle verantwortlich. Sie sind dafür verantwortlich,
daß es Ihnen gut geht. Andere sind nicht dafür verantwortlich,
daß es Ihnen gut geht. Sie sind nicht dafür verantwortlich,
daß es anderen gut geht. (Ausgenommen von dieser Regel ist der Umgang
mit Hilflosen und Hilfsbedürftigen: Kinder, Alte, Kranke, Fremde,
usw.)
20. Wenn Sie wollen (nicht: Wenn Sie gerade die Laune
danach haben), verändern Sie in eigener Verantwortung und durchbrechen
Sie all diese Hilfssätze: Sie müssen sich selbst dafür entscheiden
und dafür Verantwortung übernehmen.